gerade jetzt.

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Ich liege im Bett und höre, wie der Regen auf das Dach prasselt. Schon lange hat es nicht mehr so geregnet. Es ist schon dunkel draußen, ich stehe trotzdem auf und schaue durch das Fenster auf die Terrasse. Und erkenne nichts. Ich habe Angst, dass mir die Pflanzen innerhalb einer Nacht absaufen könnten. Weil ich nichts erkenne, lege ich mich wieder hin. Und höre dem Regen zu.

Am nächsten Morgen sehen die Pflanzen noch ganz gut aus und die Luft riecht wie Dänemark im Herbst oder ein Sommermorgen auf dem Campingplatz, irgendwo in Schweden. Feucht und nach Laub, irgendwie. Wo bleibt der Sommer? Sommer riecht anders. Ich schließe die Terrassentür und mache das Küchenfenster weit auf, damit die Luft reinkommt. Ihr Geruch triggert Erinnerungen an feuchtes Gras unter den Füßen und Gummistiefel im Laub und weckt ein gutes Gefühl.

Ich fülle den Wasserbehälter, lege einen Filter ein, fülle ihn mit Pulver und stelle dann die Kaffeemaschine an, sie gluckert wohlig. Und während ich den Kühlschrank scanne, um mir Essen für die Arbeit rauszusuchen und vorzubereiten, dämmert es mir: Ich habe mich eingelebt.

In der Wohnung, im Erwachsenenleben, überhaupt. Glaube ich. Jetzt gerade fühlt es sich so an.

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