Fragen über Fragen.

Ich war zwei Wochen im Urlaub und als ich wiederkomme, bringe ich mich auf den neuesten Stand. Lese ein paar Onlinezeitungen und schaue, was so alles los war, während ich (so gut wie) frei von wi-fi und fb eine gute Zeit hatte. Ich lese dies und das und dann sehe ich die Beiträge zur aktuellen Flüchtlingssituation und den tätlichen Angriffen auf Asylsuchende und mir entfährt ein lautes wie auch wütendes „What the fuck?“. Es war vorher schon übel, scheinbar geht es aber noch schlimmer. Und ich spüre den Drang, etwas zu sagen. Weil Schweigen keine Option ist.

Vor einiger Zeit, Monate ist es schon her, war in den Medien zu hören, dass inzwischen weltweit mehr Menschen auf der Flucht sind, als zu Zeiten des zweiten Weltkrieges. Allein dies zu hören, fand ich schon bedrückend. Nun kommen die Flüchtlinge an, und sei es nur um weiter zu reisen, und wie sie teilweise behandelt werden, bedrückt mich noch viel mehr. Die Engstirnigkeit und Unbamherzigkeit vieler Menschen und ihre abweisenden, feindlichen und teilweise brutalen Reaktionen auf die Ankömmlinge erschreckt mich. Man kann es schon fast persönlich nehmen. Stimmt es am Ende, ist der Mensch dem Menschen ein Wolf?

Welches Privileg durch Geburt erworben zu haben, bilden sie sich ein? Welches Puzzelteil fehlt ihnen denn, dass sie nicht verstehen können, dass wir die Türen auf und nicht zu machen müssen? Was haben sie im Leben denn erfahren müssen, dass sie so hassen? Hat ihnen denn niemand erzählt, zu was so furchtbare Gedanken, Worte und Handlungen führen können?

Ich habe rechtskonservative Menschen und zu national denkende Menschen noch nie verstanden. Auf Herkunft bildet man sich nichts ein. Man freut sich, wenn man das Glück in einem westlichen Land geboren worden zu sein und hilft denen, die das Glück nicht hatten. Basta. In Zeiten wie diesen gibt es nur „Wir“.

Teilen, teilen, das macht Spaß. Denn wenn man teilt, hat jeder was.

Sachspenden, Geld, ein freundliches Wort. Ein Lächeln. Wir alle wollen, dass man uns nett und freundlich begegnet. Unabhängig von der Färbung unserer Haut oder Koordinate unseres Geburtsortes. Wir freuen uns über Hilfe in Notlagen, auch wenn sie von Fremden kommt. Manchmal vor allem dann, wenn sie von Fremden kommt. Und hier kommen die ins Spiel, die schon vorher da waren. Also du.

Für alle, die das nicht so sehen: kommt klar, kommt zur Vernunft. Macht die Augen auf. Ihr liegt falsch, so falsch. Es gibt nichts zu verhandeln. Die Zeit eure Einstellung zu überdenken ist jetzt.

(click image for source)

Fügt euch nicht ins Schema dieser Welt, sondern verwandelt euch durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr zu prüfen vermögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. (Römer 12,2)
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